Im 19. Jahrhundert war die Schlingnatter (Coronella austriaca) im Kanton Zürich weit verbreitet und häufig. Heute ist sie im Kanton Zürich vom Aussterben bedroht. Von ihrem einst ausgedehnten Areal sind nur noch wenige, isolierte Reste übrig mit nur noch kleinen Populationen. Die Ursachen sind Lebensraumzerstörung, Lebensraumbeeinträchtigung und Lebensraumverinselung. Ohne Gegenmassnahmen muss befürchtet werden, dass die Schlingnatter im Kanton Zürich in ein paar Jahrzehnten nicht mehr vorkommt.
Bisherige Massnahmen galten nur dem kleineren Teil der 18 zur Zeit noch bekannten Vorkommen und sind punktueller Natur. Es handelt sich vor allem um strukturelle Aufwertungsmassnahmen in bestehenden Lebensräumen. In kleinerem Masse ist auch dunkel gewordener Wald aufgelichtet worden, was z.T. einer Lebensraumrückgewinnung entspricht. Ausser dass eine neu geschaffene Kleinstruktur (Steinlinse) von einer Schlingnatter angenommen worden ist, wissen wir nichts über den Erfolg der Massnahmen. Soll die Art dem Kanton Zürich erhalten bleiben, so müssen die Erhaltungs- und Förderungsmassnahmen beträchtlich ausgebaut werden.