Die Vorkommen des Kammmolches (Triturus cristatus Linné) sind schon seit dem ersten Amphibieninventar von 1967-69 gut bekannt. Waren es damals noch 65 Fundstellen, so musste bereits im zweiten kantonalen Inventar der Jahre 1977-81 ein Rückgang um rund 30% auf 45 Vorkommen verzeichnet werden. Von diesen sind seither einige weitere erloschen. Das Inventar von 2003 ergab noch 31 Vorkommen. Die Art ist also im Kanton Zürich stark gefährdet. Es muss auch vermutet werden, dass die Populationen bestandesmässig deutlich abgenommen haben. Der Kammmolch ist – zusammen mit der Kreuzkröte und evtl. dem Teichmolch – wohl die am stärksten bedrohte Amphibienart im Kanton Zürich. Der Rückgang der Populationen dieser Art ist in der ganzen Schweiz gross, die Art ist auch gesamtschweizerisch stark gefährdet.
Die ursprünglichen Lebensräume des Kammmolches waren vermutlich in Flusslandschaften sowie in den tieferen Lagen des Kantons zu finden: Sonnige, warme Flachweiher ohne Fische und mit reichem Unterwasserpflanzenbewuchs sind als ideale Laichgewässer bekannt. Der Kammmolch kommt deshalb vor allem im klimatisch begünstigten Weinland und auch im Knonaueramt vor, aber durchaus auch im rauheren Zürcher Oberland. Es kann also sehr wohl auch die lokale Situation darüber entscheiden, ob sich eine Population halten kann.