Der Gelbringfalter (Lopinga achine) gehört zu den am stärksten gefährdeten Tierarten des Kantons Zürich. Lebensraum der Art sind die strukturellen Mischhabitate zwischen Wald und Freiland, vorzugsweise im mesophilen Standortsbereich. Der Gelbringfalter gilt als besonders typischer Repräsentant der Offenwaldarten. Sein Biotop resultiert aus mehreren ursprünglichen Landnutzungsformen, in erster Linie aus der Brennholznutzung im Nieder- und Mittelwald, aus der Waldweide sowie der Streue- und Heugewinnung im Wald und seinem unmittelbaren Randbereich. Waldabweisende Stellen wie Steil- und Rutschhänge bewahren aus topographischen Gründen den Offenwaldcharakter oft weit über das Ende der ursprünglichen Nutzungsweisen hinaus.
Rückgangs- und Gefährdungsursachen sind dieselben wie für viele andere Arten: Die ursprünglichen Nutzungsweisen wurden abgelöst durch rationellere und intensivere Produktionsformen. Im Wald schliesst die Holzproduktion die früheren Nebennutzungen und damit alle Blössen, Haine und inneren Ränder aus. Die Intensivierung vom Landwirtschaftsland her eliminiert zudem die früheren flächigmosaikartigen Randlebensräume bis auf den heutigen gestreckten, eindimensionalen Waldrand.