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Brauner Eichenzipfelfalter (Satyrium ilicis)


Brauner Eichenzipfelfalter

Brauner Eichenzipfelfalter (E. Stierli)

Der Braune Eichenzipfelfalter (Satyrium ilicis, auch Nordmannia ilicis) gehört zu den am stärksten gefährdeten Tierarten des Kantons Zürich. Ilicis gilt als besonders typischer Repräsentant der Offenwaldarten im eher trockenen Standortsbereich, wobei für ihn in aller erster Linie das Angebot von jungen und/oder buschförmigen Eichen ausschlaggebend ist. Sein Biotop resultiert aus mehreren ursprünglichen Landnutzungsformen, in erster Linie aus der Brennholznutzung im Nieder- und Mittelwald, aus der Weide sowie der Streue- und Heugewinnung im Wald und seinem unmittelbaren Randbereich. Ausgedehnte Magerweiden mit Eichenbüschen zählen ebenfalls zu seinem Habitatspektrum.

Rückgangs- und Gefährdungsursachen sind dieselben wie für viele andere Arten: Die ursprünglichen Nutzungsweisen wurden abgelöst durch rationellere und intensivere Produktionsformen. Im Wald schliesst die moderne Holzproduktion die früheren Nebennutzungen und damit fast alle Blössen, Haine und inneren Ränder aus. Die Intensivierung vom Landwirtschaftsland her eliminiert zudem die früheren flächig-mosaikartigen Randlebensräume bis auf den heutigen gestreckten, eindimensionalen Waldrand. Die Landschaftsentflechtung und die Nutzungsänderungen im Wald, darüber hinaus auch der Wertverlust der Eiche innerhalb der Forstwirtschaft, führen alles in allem zu einem dicht geschlossenen Wald und dem fast vollständigen Ausbleiben der Eichenverjüngung.

Im Kanton Zürich ist vom Braunen Eichenzipfelfalter nur noch eine Metapopulation im Hiderholz, Rheinau/Marthalen bekannt.
Kontakt: Corina Schiess

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Datei : Satyrium_ilicis_AP.pdf Grösse: 206 KB Aktionsplan Text (206 KB)
Datei : Satyrium_ilicis_Karte.pdf Grösse: 1233 KB Karte (1233 KB)
 
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