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Die Bachmuschel (Unio crassus Philipsson) gehört zur Familie der Unionidae (dt. Najaden). In der Schweiz umfasst diese Familie die Flussmuscheln (Unio spp.) und die Teichmuscheln (Anodonta spp.). Ihre Fortpflanzung und Ausbreitung hängt direkt vom Vorhandensein ihrer Wirtsfische ab. Die Bachmuschel war einst die häufigste und am weitesten verbreitete der vier Unio-Arten in der Schweiz (TURNER et al. 1998). Sie besiedelte früher fast alle Gewässer des Mittellandes vom Genfer- bis zum Bodensee, teilweise den Jura und auch die Voralpentäler. Die kleinen Bäche und Gräben waren ihre Hauptlebensräume. Gerade diese haben unter der landwirtschaftlichen Intensivierung und der Besiedlung am stärksten gelitten. Der Bestandesrückgang der Bachmuschel zeichnete sich schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts ab und beschleunigte sich seit den 50er-Jahren. Heute sind nur noch vier Bäche mit Bachmuscheln bekannt, ein Indiz für den schlechten Zustand der kleinen Bäche in der Schweiz. Zwei Muschelbestände befinden sich im Kanton Zürich, der damit für das Überleben der Art eine besondere Verantwortung trägt. Dies zusammen mit den Kantonen SH, SG, SZ und LU, in denen die Bachmuschel ebenfalls bis heute mit jeweils wenigen Beständen überlebt hat. Die Bachmuschel ist in der Schweiz vom Aussterben bedroht (TURNER et al. 1998).
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